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Wie viel Prozent Plagiat ist erlaubt?

Es gibt keine allgemeingültige Prozentgrenze für Plagiate. Ob 1 % oder 10 % — jede unzitierte Textübernahme kann als Plagiat gewertet werden. Die meisten deutschen Universitäten verwenden Plagiatsberichte als Hinweis, nicht als automatisches Urteil.

Mythos vs. Realität

Gibt es eine feste Plagiat-Grenze?

Viele Studierende suchen nach einer konkreten Prozentzahl, ab der ein Text als Plagiat gilt. Die Wahrheit ist: Es gibt keine einheitliche Plagiat-Prozentgrenze an deutschen Hochschulen. Weder die Kultusministerkonferenz noch einzelne Prüfungsordnungen definieren einen festen Schwellenwert.

In der Praxis unterscheiden sich die Vorgehensweisen erheblich. Manche Universitäten markieren Arbeiten ab 5 % Textübereinstimmung zur manuellen Prüfung. Andere setzen die Schwelle bei 10 % oder sogar 15 %. Diese Werte dienen jedoch nur als technischer Filter — nicht als automatisches Urteil.

Entscheidend ist immer die individuelle Bewertung durch den Prüfer oder die Prüferin. Ein einziger plagiierter Absatz kann schwerer wiegen als 10 % technische Übereinstimmung durch korrekte Zitate. Umgekehrt kann eine hohe Übereinstimmungsquote völlig harmlos sein, wenn alle Quellen korrekt angegeben sind.

Wichtig zu wissen

Die Prozentzahl im Plagiatsbericht ist kein Urteil, sondern ein Hinweis. Ob tatsächlich ein Plagiat vorliegt, entscheidet immer ein Mensch — dein Dozent oder eine Prüfungskommission.

Erklärung

Was bedeuten die Prozentwerte im Plagiatsbericht?

Wenn du einen Plagiat-Scan durchführst, erhältst du einen Bericht mit einer Prozentzahl. Dieser Wert gibt an, wie viel Prozent deines Textes mit anderen Quellen übereinstimmen. Aber Achtung: Übereinstimmung bedeutet nicht automatisch Plagiat.

Die Plagiatssoftware vergleicht deinen Text mit Milliarden von Quellen — Webseiten, wissenschaftlichen Datenbanken, Büchern und bereits eingereichten Arbeiten. Dabei werden auch Stellen als Übereinstimmung erkannt, die völlig legitim sind:

Korrekte Zitate — Wörtliche Zitate in Anführungszeichen mit Quellenangabe sind kein Plagiat
Literaturverzeichnis — Quellenangaben tauchen oft als Übereinstimmung auf
Fachbegriffe — Feststehende wissenschaftliche Ausdrücke und Definitionen
Gängige Formulierungen — Alltagssprache und häufige Redewendungen

Deshalb ist eine manuelle Prüfung der markierten Stellen immer notwendig. Ein Plagiatsbericht ist ein Werkzeug — kein Richterspruch.

Beispiel — Plagiatsbericht

Ein Bericht zeigt 8 % Textübereinstimmung. Nach manueller Prüfung sind davon 6 % korrekt zitiert und 2 % Fachbegriffe. Ergebnis: Kein Plagiat.

■ Übereinstimmung■ Zitate■ Fachbegriffe
Einordnung

Wann wird es kritisch?

Die folgenden Bereiche geben dir eine grobe Orientierung, wie Prozentwerte im Plagiatsbericht typischerweise eingeordnet werden. Bedenke: Diese Werte sind Richtwerte, keine festen Regeln.

0 – 3 % Übereinstimmung

Normal und unbedenklich. Dieser Bereich umfasst typischerweise allgemeine Formulierungen, Fachbegriffe und Standardphrasen. Fast jede wissenschaftliche Arbeit weist diesen Grad an Übereinstimmung auf. In der Regel besteht hier kein Handlungsbedarf.

3 – 10 % Übereinstimmung

Überprüfung empfohlen. In diesem Bereich solltest du die markierten Stellen einzeln durchgehen. Prüfe, ob alle Zitate korrekt gekennzeichnet und Quellen angegeben sind. Häufig lassen sich Übereinstimmungen durch fehlende Anführungszeichen oder vergessene Quellenverweise erklären.

10 – 20 % Übereinstimmung

Besorgniserregend. Werte in diesem Bereich deuten auf erhebliche Textübernahmen hin. Selbst wenn ein Teil davon korrekt zitiert ist, solltest du deine Arbeit gründlich überarbeiten. Dozenten und Prüfungskommissionen werden hier in der Regel genauer hinschauen und eine Erklärung erwarten.

Über 20 % Übereinstimmung

Dringender Handlungsbedarf. Bei Werten über 20 % ist es sehr wahrscheinlich, dass eine Prüfungskommission deine Arbeit genauer untersucht. Hier drohen ernsthafte Konsequenzen — von der Note „nicht bestanden" bis hin zur Exmatrikulation bei nachgewiesenem Vorsatz. Reiche die Arbeit nicht ein, bevor du die Stellen bereinigt hast.

Tipps

So senkst du deinen Plagiatswert

Ein hoher Übereinstimmungswert muss kein Grund zur Panik sein. Mit den folgenden Maßnahmen kannst du deinen Plagiatswert senken und sicherstellen, dass deine Arbeit den akademischen Standards entspricht.

1

Richtig zitieren

Verwende einen einheitlichen Zitierstil (APA, Harvard oder nach den Vorgaben deiner Hochschule) und kennzeichne jede wörtliche Übernahme mit Anführungszeichen und Quellenangabe. Auch indirekte Zitate brauchen eine Quellenangabe — ein „vgl." reicht hier aus.

2

Paraphrasieren — aber richtig

Formuliere fremde Gedanken in eigenen Worten um und gib trotzdem die Quelle an. Paraphrasieren ohne Quellenangabe ist ein häufiger Fehler und gilt als Plagiat. Lies die Quelle, schließe sie und schreibe den Gedanken aus dem Kopf in eigenen Worten auf.

3

Quellen von Anfang an dokumentieren

Führe bereits während der Recherche ein Literaturverzeichnis. Tools wie Citavi, Zotero oder Mendeley helfen dir, Quellen systematisch zu erfassen. So vergisst du keine Quellenangabe und sparst am Ende viel Zeit.

4

Plagiat-Scan vor der Abgabe

Nutze einen professionellen Plagiat-Scanner, bevor du deine Arbeit einreichst. So erkennst du problematische Stellen frühzeitig und kannst sie noch korrigieren. Unser Tool prüft deine Arbeit gegen über 70 Milliarden Quellen — das gleiche System, das viele Universitäten verwenden.

Tipp: Lieber einmal zu viel prüfen

Ein Plagiat-Scan vor der Abgabe kostet nur wenige Euro und gibt dir Sicherheit. Viele Studierende entdecken dabei unbewusste Fehler — etwa eine vergessene Quellenangabe oder ein zu nah am Original formuliertes Paraphrase.

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